Pionierzeit

1946

Im Alter von 22 Jahren gründet Ruedi Wandfluh an Rybrügg in Frutigen eine kleine mechanische Werkstätte. Zusammen mit zwei Angestellten erledigt er allgemeine mechanische Reparaturarbeiten.

1949

Ruedi Wandfluh verheiratet sich 1949 mit Gertrud Stucki. Im gleichen Jahr erstellt er einen Fabrikneubau in Kandergrund. Neben Reparaturarbeiten entwickelt er verschiedene Maschinen zur rationellen Verarbeitung von Uhrensteinen: Bohrmaschinen, Zählmaschinen, Aufsetzautomaten, usw.

1953

Infolge eines Rückgangs in der Uhrenindustrie wird ein Teilpatent für Dotis-Strickapparate übernommen. Die Apparate werden weiterentwickelt.

1954

Der unerwartete Tod des Firmengründers stellt das Werk in Frage. Die ersten Strickapparate stehen zum Verkauf bereit.

Mitarbeiterzahl: 10 Personen.

 

 

 

 

 

 

Durchhalten, Innovation, Aufschwung

1954

Die Wittwe Gertrud Wandfluh entscheidet sich, die Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und die Firma weiterzuführen. Sie ist Haushaltungslehrerin von Beruf und Mutter von drei kleinen Kindern.

1960

Auf Rat eines Freundes des Gründers entscheidet sich Gertrud Wandfluh, in Entwicklung, Produktion und Verkauf von Hydraulikventilen einzusteigen. Dieser Entscheid ist für die Zukunft der Firma bestimmend.

1962

Es dauert praktisch zwei Jahre, bis die ersten nennenswerten Verkäufe getätigt werden können. Doch mit den ersten guten Referenzen ist der Durchbruch geschafft.

1966

Mit den stark steigenden Verkäufen, vorab an die schweizerische Werkzeugmaschinenindustrie, wird die Produktionsfläche in Kandergrund verdoppelt.

Mitarbeiterbestand: 40 Personen.

 

 

 

 

 

 

Überhitzung, Rezession, Aufschwung

1967

Bedingt durch das starke Wachstum und infolge Wiederverheiratung der Inhaberin wird die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Erster VR-Präsident wird Hans Hari-Wandfluh.

1971

Nach einer Umstrukturierung in der Geschäftsleitung wird Ernst Plüss zum Direktor bestellt.

Mitarbeiterbestand: 75 Personen.

Mit der Unterstützung eines motivierten Kaders findet das starke Wachstum seinen Fortgang.

1975

Die erste Neubauetappe in Frutigen wird realisiert. Die durch die Erdölkrise verursachten Rezessionserscheinungen können mit der Übernahme der Konkurrenzfirma Müller Automation in Thun weitgehend kompensiert werden.

1975

Es entstehen die ersten Proportionalventile und die zu deren Ansteuerung benötigten Elektronikkarten. Auch Miniaturventile und Weichschaltventile werden entwickelt und teilweise patentiert.

1980

Nicht nur bei den eigenen Produkten hält die Elektronik Einzug, sondern auch bei den Bearbeitungsmaschinen. Zudem wird die zweite Bauetappe in Angriff genommen.

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zum kleinen Konzern

1983

Nach Abschluss des Studiums als dipl. Ing. ETH, fremder Praxis und zweijähriger Einführungszeit übernimmt Hansruedi Wandfluh, Sohn des Firmengründers, die Geschäftsleitung.

Mitarbeiterbestand: 127 Personen.

1984

Die Firma wird durch Wandfluh-Gesellschaften in den USA und in Deutschland internationalisiert.

Als Dach der Gruppe wird 1985 eine Holding gegründet.

1986

Mit dem Bezug des Bürogebäudes und dem anschliessenden Bau einer Gusslagerhalle wird die dritte Bauetappe abgeschlossen.

1992

Als erster Schweizer Hydraulikproduzent erhält die Wandfluh AG das Qualitäts-Zertifikat nach ISO 9001. Diese Auszeichnung honoriert die jahrelange Verpflichtung gegenüber der Qualität.

Im gleichen Jahr wird eine Wandfluh-Gesellschaft in England gegründet.

1993

Eigene Verkaufsbüros in Zürich und Lausanne werden eröffnet. Zudem wird das Werk Frutigen der Ascom AG übernommen und unter dem Namen Wandfluh Produktions AG weitergeführt.

1999

Hansruedi Wandfluh wird in den Nationalrat – die schweizerische Legislative - gewählt. Als Unternehmer ist es ihm ein Anliegen, die Rahmenbedingungen für den Werkplatz Schweiz zu verbessern.

Mitarbeiterbestand insgesamt: 280 Personen

 

 

 

 

 

 

Innovationen im neuen Jahrtausend

2001

Um näher am Markt zu arbeiten, wird auch in Frankreich ein Verkaufsstützpunkt eröffnet. Sitz der Gesellschaft ist Paris.

2002

Die Produktionsfläche wird durch eine weitere Bauetappe um
50 % vergrössert. Der Neubau ermöglicht optimale Platzverhältnisse für die Produktion und die Montage. Die Wandfluh-Gesellschaft in Deutschland übernimmt die Astro-Hydraulik.

2003

Wandfluh erweitert das Programm um einen Technologiebaustein und bietet neu "DSV"-Hydraulikventile mit integrierter Elektronik an.

2005

Gründung einer eigenen Wandfluh-Gesellschaft in China.

2008

Es arbeiten weltweit über 300 Personen in der Wandfluh-Holding.