Postdienste für alle

 
Die Post gehört zu den Leuten! Sie hat landesweit einen „Service au Public“ anzubieten. So muss nach dem geltenden Recht innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit mit dem öffentlichen Verkehr eine Poststelle erreichbar
sein - nicht aber zwingend ein Postbüro, wie das dem Anliegen der Initianten entspricht. Gerade in den Berg- und Randregionen soll die Post ihre Dienste den Kundenwünschen anpassen können. Auch diese Leute wollen nicht nur während 2 Stunden pro Tag bedient werden, sondern möglichst den ganzen Tag hindurch. Dabei ist für sie unwichtig, ob dies in einem posteigenen Gebäude geschieht oder in Postagenturen oder -Filialen am Kiosk, im Dorfladen, am Bahnhof, auf der Gemeindeverwaltung oder in der Bank. Besonders für ältere Leute in abgelegenen Regionen ist die Post zu Hause (der Hauslieferdienst), welcher heute schon angeboten wird, sehr praktisch.
 
Es darf nicht sein, dass die Dienstleistungen der Post wegen gewerkschaftlichen Anliegen abgebaut werden und der Bund erst noch verpflichtet wird, eine Blanko-Kostenübernahme für die ungedeckten Kosten der Post zuzusichern. Weniger Leistung für mehr Geld - diese Rechnung können wir so nicht akzeptieren.
 
Ich bat Sie, zusammen mit Bundesrat und Parlament, die vom Titel her gut tönende Volksinitiative „Post für alle“ abzulehnen. Das Volk entschied in diesem Sinne mit 50,2% der Stimmenden und mit 13,5 der Stände. Das knappe Resultat gilt aus Auftrag für die Post, bei organisatorischen Änderungen wirklich auf die Bedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen.
 
E-Mail: hansruedi.wandfluh@wandfluh.com
 
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