Einheitskrankenkasse

 

Mit einer Volksinitiative verlangt ein linkes Initiativkomitee eine Einheitskrankenkasse für die Grundversicherung, wobei die Prämien nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu erheben wären, also abhängig von Einkommen und Vermögen.

 
Vergleiche mit ausländischen Ländern, welche Einheitskrankenkassen kennen zeigen, dass das Gesundheitswesen nicht billiger werden, hingegen die Qualität nachlässt. Ein Wettbewerb belebt die Innovation und den Unternehmergeist der einzelnen Leistungsanbieter.
 
Aus ökonomischer Sicht ist unbestritten, dass eine Erhöhung steuerlicher Abgaben zu Wohlfahrtsverlusten führt. Deshalb ist die Kombination der Krankenversicherung mit einer fiskalischen Komponente nicht optimal.
 
Die Krankenkassenprämien sind von Region zu Region stark unterschiedlich. In städtischen Gebieten werden die ärztlichen Dienstleistungen viel mehr in Anspruch genommen als auf dem Lande. Entsprechend wären vor allem die Randregionen die Verlierer einen Einheitskrankenkasse, welche überdurchschnittliche Prämienerhöhungen zu gewärtigen hätten.
 
Statt noch mehr Planwirtschaft einzuführen müssen die freien ökonomischen Instrumente verstärkt werden. Die Vertragsfreiheit der Krankenversicherer, Kantone, Ärzte und Spitäler beispielsweise wäre ein solcher Ansatzpunkt.
 
Ich bat Sie, analog Bundesrat und Parlament, die Vorlage abzulehnen und ein NEIN in die Urne zu legen. Das Schweizervolk hat dies mit 71,2% der Stimmenden getan und damit demonstriert, dass es tiefere Krankenkassenprämien wünscht, mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung im Gesundheitswesen sowie die Auswahlmöglichkeit bei der Krankenkasse.
 
E-Mail: hansruedi.wandfluh@wandfluh.com
 
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