Für tiefere Spitalkosten

 

Wer will schon nicht tiefere Spitalkosten, in einer Zeit, in der die Kosten des Gesundheitswesens ständig ansteigen und für nächstes Jahr eine Prämiensteigerung von weiteren 5,5% angesagt ist. Ein verlockender Titel - aber wenig durchdacht. So sollen alle Leistungen aus der Versicherung ausgeschlossen werden, die nicht im Rahmen eines Spitalaufenthaltes erbracht werden. Dafür sollen die Versicherten im Falle eines Spitalaufenthaltes von jeder Kostenbeteiligung entbunden werden. Die Versicherer ihrerseits sollen den Spitälern einen Pauschalbetrag von Fr. 250. -/Tag vergüten. Die restlichen Kosten müssten von der öffentlichen Hand übernommen werden. Mit der Initiative verbunden ist auch die Verpflichtung der Kantone, für jede Art von Spitalkategorie die benötigte Anzahl Betten zur Verfügung zu stellen.

 

Eine Annahme der Initiative hätte zu einer Zunahme der Spitaltage geführt, welche mit einer bedeutenden Erhöhung der Investitionen sowie der kantonalen Subventionen verbunden gewesen wäre. Dazu wären zusätzliche Ausgaben für die Sozialhilfe gekommen, da alle nicht mit einem Spitalaufenthalt verbundenen Krankenkosten vom Patienten selber hätten bezahlt werden müssen. Der Nationalrat hat sich mit 181:1, der Ständerat mit 42:0 dem Bundesrat angeschlossen und empfohlen, die Initiative abzulehnen. Deshalb sagte ich NEIN zur "Denner-Initiative".

 
E-Mail: hansruedi.wandfluh@wandfluh.com
 
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