Volksinitiative "Für eine kürzere Arbeitszeit"

 

Einführung

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat 1999 die Volksinitiative "für eine kürzere Arbeitszeit" lanciert. Mit dieser Initiative soll die 36-Stundenwoche eingeführt werden, und zwar ohne Lohneinbusse bis zu einem Monatseinkommen von der Hälfte des Eineinhalbfachen des Durchschnitts der in der Schweiz bezahlten Löhne. Ausserdem soll die maximale wöchentliche Arbeitszeit auf 48 Stunden beschränkt werden und die Überstundenzahl auf 100 Std. pro Jahr. Der Bundesrat lehnt die Initiative ohne Gegenvorschlag ab.

 

Sache der Sozialpartner

Die Arbeitszeitgestaltung ist Angelegenheit der Sozialpartner. Der Bund hat die Rahmenbedingungen vorzugeben. Die Detailregelungen haben die Sozialpartner auszuhandeln. Dies soll in den Branchenverbänden oder in den einzelnen Betrieben geschehen. In unserer Firma ist es bereits heute möglich, eine 36-Stundenwoche zu arbeiten (individuelle Arbeitszeit).

 

Der grosse Mangel an qualifizierten Arbeitskräften würde verschärft

Es ist illusorisch mit Arbeitszeitverkürzungen die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Die Arbeitslosigkeit würde mit dem vorgesehenen Konzept verschärft, da der Produktionsstandort Schweiz massiv verteuert würde und die Konkurrenzfähigkeit entsprechend vermindert.

 

Die Initiative wäre ein Eigentor

Die Initiative würde die Betriebe zwingen, noch mehr zu rationalisieren, um die zusätzlichen Kosten zu eliminieren. Dies würde insbesondere die wertschöpfenden Arbeiten betreffen, soweit sie nicht ins Ausland ausgelagert würden. Natürlich würde bei Annahme der Initiative auch der Schwarzarbeit Vorschub geleistet.

 
Resultat
Das Schweizervolk hat dem Bundesrat und Parlament folgend entsprechend meiner Empfehlung die Initiative am 3. März 2002 mit 74,7% NEIN-Stimmen abgelehnt.
 
E-Mail: hansruedi.wandfluh@wandfluh.com
 
Back